Dorfgeschehen, Kultur

Faschings-Hobelbank begeistert auf dem Hartkaiser

Veröffentlicht am

18. Februar 2026

von

Sabina Moser

Nach zwölf Jahren Pause erweckten Hermann Ortner, Heinz Höck, Manfred Döttlinger und Rupert Kaufmann, die Gründungsväter des neuen Faschingsvereins, das närrische Musik-Kabarett zu neuem Leben. Und so machten sich Freitag, den 13. Februar 2026, frühabends vollbesetzte Gondeln auf den Weg zur Hartkaiser-Gipfelstation, die ausschließlich einheimische Besucherscharen zur Hobelbank-Bühne ins Restaurant Bergkaiser transportierten. Bis auf den letzten Platz war der Saal voll, etwa 400 Gäste aus Ellmau und den Nachbargemeinden wollten sich das Faschings-Spektakel nicht entgehen lassen.
1981 hoben Mitglieder der Ellmauer Volksbühne die Hobelbank aus der Taufe und die ließen sich auch jetzt nach 45 Jahren die Neuauflage nicht entgehen. Bis 2014 gab es 17 Ellmauer Hobelbänke, davon 5 im Ellmauer Hof, zweimal fand sie bereits oben im Bergkaiser statt und zehnmal in der Volksschule. Diesmal gesellte sich zu den vier Mandern ein kleines, feines Hobelbank-Team und musikalisch wurden die Sketche von Gstanzln und musikalischen Einlagen der „Koasa Combo“ ergänzt. Die Show begann um 19 Uhr und dauerte inklusive Pause fast bis 23 Uhr, wobei Conférencier Hermann zu Beginn noch erklärt hatte, dass sie in den letzten Wochen das Programm bereits ordentlich gekürzt hätten. Soviel hatte sich in den Gemeinden ereignet, soviele G’schichtln waren ihnen zugetragen worden.
Dabei reichte das Spektrum von persönlichen Missgeschicken bis in die Gemeindepolitik, vom Bürgermeister als Pizza-Fan über den geschäftstüchtigen Wochenbrunn-Wirt und der Fluktuation der Kaiserbad-Geschäftsführer bis zur Frage, ob die Ellmauer Zeitung ihre Texte nur mehr von einer (fehlerhaften) KI schreiben lässt. Manch einer bekam sein Fett weg, wobei die spöttischen Pointen im Rahmen der gutgelaunten Narrenfreiheit blieben und für viele Lacher sorgten.
Im Lauf des Abends wurden auch einige kleine Ehren-Hobelbänke, sogenannte „Totzn“, für besondere Verdienste verliehen, darunter einer an Hannes Winkler, der auch dafür gewürdigt wurde, einst den „Musikherbst“ nach Ellmau gebracht zu haben.
Die Hobelbank am Hartkaiser war jedenfalls ein voller Erfolg, auch mit Unterstützung der Bergbahn und dem exzellenten Service des Bergkaiser-Teams, und soll in zwei Jahren wieder über die Bühne gehen. Bis dahin wird so einiges geschehen und aufgeschrieben werden, der Stoff für Pleiten, Pech und Pannen geht, wie jeder weiß, ja nie aus!

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